Progressive Muskelentspannung für Kinder

 

Kurs-ID: 20180610-1018153

Die Aufforderung zur Kontraktion und Entspannung einzelner Muskelgruppen wird in Fantasiereisen eingebaut. Wie bei Erwachsenen auch wird die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Muskelgruppe gelenkt.

 

Die Kinder sollten instruiert werden, den Kontrast zwischen Anspannungs- und Entspannungsempfindungen wahrzunehmen. Dabei können Assoziationshilfen dienen, um die Durchführung der Übung zu erleichtern (z.B. „Achte darauf, wie es in den Muskeln zieht, wie sie hart und fest werden.“)

 

Anders als das bei Erwachsenen der Fall ist, erfolgt im Laufe eines Kinderkurses jedoch keine Reduktion der Muskelgruppen (von der Lang- zur Kurzform), wie nach den Autoren Bernstein und Borkovec (1973) vorgesehen. Um die Langform (16 Muskelgruppen) der PMR zu üben, reicht die Konzentrationsfähigkeit von Kindern in der Regel noch nicht aus. Vielmehr lassen sich die Kurzformen der PMR, also die 7er- und 4er-Muskelgruppenübungen spiele-risch umsetzten. Hierbei werden die Übungen in Entspannungsgeschichten eingebettet und haben einen Zeitumfang von ca. 10min.   

Bei PMR-Übungen mit Kindern geht es vor allem darum, die Anleitungen zum Anspannen und Entspannen in eine Geschichte mit aktiver Teilnahme einzubinden. Zu Hause sollen die Kin-der nur die Anspannungs- und Entspannungssequenzen wiederholen, wenn sie alleine üben. Im Idealfall werden die im Kurs vorgetragenen Entspannungsgeschichten auch zu Hause von den Erziehungsberechtigten wiederholt vorgelesen.   

Da die PMR ein aktives, körperbezogenes Verfahren darstellt und nicht suggestiv Entspannung „einredet“, ist sie für die Anwendung bei Jugendlichen besonders geeignet. Kindern werden die PMR-Übungen während einer Fantasiegeschichte „schmackhaft gemacht.“ Das können sich Kinder leicht merken. Die Übungen für zu Hause werden am Ende der Übungseinheit noch einmal durchgespielt.  

Der Eltern werden durch einen separaten Elternabend und die Teilnahme an der ersten und letzten Einheit mit eingebunden. 

 

 

Beschreibung der Zielgruppe:

 

Versicherte mit Stressbelastungen, die ein Verfahren zur gezielten Dämpfung der akuten Stressreaktion erlernen und über dessen regelmäßige Anwendung zu vegetativ wirksamer Erholung und Regeneration finden möchten. 

 

 

Ziele der Maßnahme:

 

Entspannungsverfahren zielen darauf ab, physischen und psychischen Spannungszuständen vorzubeugen bzw. diese zu reduzieren. Sie setzen damit im Wesentlichen auf der Ebene des palliativ-regenerativen Stressmanagements an. Die zu erlernende Entspannungsreaktion (PME) stellt den Gegenpol zu den unter Stress auftretenden körperlichen Reaktionen dar. Im Verlaufe der Progressiven Muskelrelaxation wird durch regelmäßiges Üben die selbstständige Auslösung der Entspannungsreaktion gebahnt und für den alltäglichen Einsatz stabilisiert.

 

Viele der, von Erwachsenen praktizierten, Entspannungstechniken lassen sich in veränderter Form auch an Kinder vermitteln.

 

Mittlerweile stehen auch viele Kinder unter erheblicher Anspannung. Pädagogen, Ärzte und Eltern weisen darauf hin, dass immer mehr unruhige, unkonzentrierte und sogar aggressive Kinder beobachtet werden. Darüber hinaus häufen sich psychosomatische Beschwerden wie Allergien, Asthma, Magen-Darm- Erkrankungen, Schlafstörungen sowie Depressionen. Eine große Rolle spielen hierbei die veränderten Lebensbedingungen der Kinder, sodass der Alltag der Kinder häufig von Stress gekennzeichnet ist. Dies hat Auswirkungen auf das Lernverhalten und die soziale Interaktion und hemmt damit Kinder in ihrer Entwicklung. Sie können ihre Fähigkeiten oft nicht vollständig entfalten.

 

Um ein natürliches Gleichgewicht wieder herzustellen, ist es wichtig, dass Kinder Erholungsphasen in ihren Alltag integrieren. Nur in Ruhemomenten verarbeiten Kinder ihre Eindrücke und Erlebnisse und sind anschließend auch wieder bereit, sich der Welt zu öffnen und Neues aufzunehmen. Regelmäßig durchgeführte Entspannungsübungen bieten Kinder Hilfen, um immer wieder auch selbstständig zur Ruhe zu kommen. Dies wirkt sich positiv auf die körperliche Gesundheit und das psychische Wohlbefinden aus.

 

 

 Inhalt(e) der Maßnahme:

 

• kindgerechte Definition von Stress, Stressfaktoren, Stressreaktionen, Entspannung, Entspannungsreaktion

 

• Erkennen der Ursachen der Stressentstehung (wie merke ich Stress?)

 

• Stressbewältigungsstrategien (kognitiv, emotional, physiologisch)

 

• aktive systematische Entspannung

 

• Stärkung der persönlichen Ressourcen

 

• altersgerechte Erörterung der Funktionsweise des Entspannungsverfahrens (physiologisch und psychisch)

 

• Durchführung der kindgerechten Übungen

 

Methoden zur Umsetzung:

 

Verhaltensorientierte Gruppenberatung mit Erläuterung der psychophysischen Wirkzusammenhänge von Stress und Entspannung, Einübung des Entspannungsverfahrens sowie Anleitung für Übungen außerhalb der Trainingssitzungen, um einen Transfer in den Alltag zu gewährleisten.

 

• systematisches Trainingsprogramm für Gruppen auf der Basis verhaltenstherapeutisch orientierter Stressbewältigung (Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson)

 

• ganzheitlicher Ansatz

 

• Orientierung an den individuellen Stressproblemen der Kinder

 

• Einbeziehung des sozialen Umfeldes (Eltern)

 

• Anleitung zur Selbstbeobachtung in belastenden Situationen

 

• praktische Einübung von Entspannungs- und Stressreduktionsmethoden

 

• umfangreiche Anleitung für den Einsatz der Übungen im Alltag (ausführliche Lernanleitungen für die Eltern)

 

Progressive Muskelentspannung sollte nicht angewendet werden bei: 

o        Traumata 

o        Depression 

o        Zwangsneurosen 

o        Epilepsie 

o        akutem Asthma, anliegenden Magen-Darmbeschwerden und bekannten Herz-Kreislaufproblemen

 

Altersgruppe:

6 bis 7 Jahre

8 bis 12 Jahre 

 

Gruppengröße: Mindestens 8 Teilnehmer und maximal 10 Teilnehmer

 

Kursgebühr: von 85 - 110.00 €

 

Umfang und Dauer: 8 Einheiten á 60 Minuten

 

Der Kurs wird bis zu 100% von den gesetzlichen

Krankenkassen bezuschusst!